Gegenlichtfotos
Das Gegenlicht ist eine spezielle Lichtrichtung, die vor allem in der Fotografie verwendet wird. Es bezeichnet eine Lichtquelle, die direkt in oder in der Nähe der Motivrichtung liegt. Das Gegenlicht spielt auch im Film, in der Kunst, bei Showveranstaltungen oder im Theater eine Rolle.
Das Gegenlicht hat eine ganze Reihe von Auswirkungen auf ein Bild: Es entsteht eine schwarze Silhouette (Schattenriss) wie bei einem Scherenschnitt.
Der Umriss des Motivs ist betont und seine Plastizität, Farbe oder Binnenkonturen treten zurück. Schlagschatten kommen auf die Betrachtenden zu. Der Hell-Dunkel-Kontrast von Licht und Schatten ist extrem.
Die Lichtquelle kann durch das Motiv verdeckt sein. Außerdem können zum Beispiel Lichtsäume entstehen, die Silhouetten aufgehellt sein, Blendenreflexe sichtbar sein, Restformen hervortreten oder sich eine sogenannte Schleierbildung einstellen. Transparente oder teilweise transparente helle Objekte leuchten im Gegenlicht auf, dabei können Strukturen deutlich werden, die im Auflicht von der Objektoberfläche verdeckt bleiben.
Ob diese Effekte gewollt sind oder stören, hängt von der jeweiligen Absicht der Fotografinnen und Fotografen ab.
Automatikprogramme von Kameras funktionieren bei Gegenlichtaufnahmen selten befriedigend. Die automatisch belichteten Bilder werden meist zu dunkel, wenn die Lichtquelle(n) im Messbereich liegen. Falls die Kamera es zulässt, empfiehlt sich mehrfache Spotmessung auf bildwichtige Bereiche, die Berechnung eines Mittelwertes und manuelle Einstellung der Kamera.




















































